Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'18 - Schwarzwald-Baar-Heuberg
Wirtschaft im Südwesten 9 | 2018 28 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Kleine Tipps – große Wirkung Durch Ausbildungsmarketing geeignete Auszubildende finden B ewerbungen flattern nicht mehr einfach so ins Haus. Die Betrie- be müssen neue Wege gehen, um auch zukünftig passgenaue Bewerber zu finden. Denn es gibt immer weniger geeignete Bewer- ber für freie Ausbildungsplätze. Die Schulabgangszahlen nehmen stetig ab, und zudem ist ein Trend zur akademischen Bildung zu erkennen. Aus diesen Gründen sind die Betriebe gezwungen, ihre Aktivitäten im Bereich Ausbildungsmarketing zu intensivieren. Was bedeutet Ausbildungsmarketing überhaupt? Ausbildungsmar- keting ist als Prozess zu begreifen. Es müssen Ziele formuliert und Strategien entwickelt werden. Verschiedene „Marketinginstrumen- te“ werden eingesetzt, um Zielgruppen direkt anzusprechen. Wie denken und ticken Jugendliche heute? Wo im Internet kann man sie finden, wie ansprechen? Warum sollten sich diese gerade bei unserem Betrieb bewerben? Was macht uns zum attraktiven Arbeitgeber? Genau hier hilft die IHK. Die IHK-Bildungsberater sind Spezialisten auf diesem Gebiet, informieren und beraten Betriebe, wie ihr Ausbildungsmarketing optimiert werden kann. Sie informie- ren darüber, dass ohne Ausbildungsmarketing zukünftig keine ge- eigneten Bewerber mehr gefunden werden können, aber auch, dass es ohne Investitionen nicht geht. Sie zeigen Wege auf, wie Betriebe selbst aktiv werden können. Nur wer selbst aktives Ausbildungs- marketing betreibt, wird auch Erfolg haben. Die IHK-Bildungsberater können hierbei die gängigen „Marketinginstrumente“ aufzeigen. Besonders effektive Marketinginstrumente: Betriebspraktikum Über 80 Prozent aller Auszubildenden absolvieren zunächst ein Praktikum im späteren Ausbildungsbetrieb. Durch Praktikumsan- gebote können also leichter Auszubildende gefunden werden. Doch ein Praktikum muss so gestaltet sein, dass die Schüler nach dem Praktikum von dem Betrieb und der Aufgabe begeistert sind. Damit dies gelingt, müssen personelle Ressourcen bereitgestellt werden. Lehrstellenbörsen Informationen und konkrete, kostenfreie Angebote gibt es auf den Plattformen der IHK www.ihk-lehrstellenboerse.de und www. ausbildungsguide-sbh.de . Diese werden von der IHK intensiv auf Bildungsmessen und in Schulen beworben. Bildungspartnerschaften Unternehmen vereinbaren mit Schulen Bildungspartnerschaften. Gemeinsame Projekte und gegenseitige Besuche werden vereinbart. So finden Schüler und Betriebe schon frühzeitig zueinander. Bildungsmessen Oftmals werden auf einer Bildungsmesse erstmals Unternehmen von Schülern wahrgenommen. Schüler sollten für das Unternehmen und für die dort ausgebildeten Berufe begeistert werden. Firmenhomepage Schüler leben teilweise in einer digitalen Welt. Finden diese auf einer Firmenhomepage keine Informationen über angebotene Aus- bildungsplätze, ist diese Firma für den Jugendlichen schon von vorne weg uninteressant und nicht modern aufgestellt. Hier können Unternehmen mit wenig Aufwand sehr viel für die Attraktivität ihres Unternehmens tun. Kleine und mittelständische Betriebe haben meist einen anderen Informationsbedarf als große Unternehmen. Kleine Tipps können deshalb schon einen großen Nutzen bringen. Auf dieser Doppelseite möchten wir Ihnen wertvolle Hinweise geben – und sind Ihnen dankbar für Ihre Fragen, die wir Ihnen gerne beantworten (ratgeber@vs.ihk.de) . Bild: Markus Mainka - Fotolia
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