Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'18 - Hochrhein-Bodensee

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Anzeigenspecial September 2018 REALISATION: PRÜFER MEDIENMARKETING Endriß & Rosenberger GmbH · Jägerweg 1 · 76532 Baden-Baden · Tel. 07221 / 21 19 0 · www.pruefer.com · Die Textbeiträge in diesem Special wurden von den werbenden Firmen verfasst. I n Baden-Württemberg ist ein Problem besonders ausgeprägt – die Suche nach einem Nachfolger für das eigene Unternehmen. Während deutschlandweit 40 Prozent der Unternehmer älter als 55 Jahre sind, liegt deren Anteil im Südwesten bei 41 Prozent. Der Unterschied ist zwar nicht groß, jedoch werden im Ländle über- durchschnittlich viele Nachfolger gesucht. Insgesamt nimmt der Generationenwechsel im Mittelstand krä¥ig Fahrt auf. Laut KfW planen allein in den kommenden zwei Jahren die Chefs von 236.000 kleinen und mittleren Firmen, ihr Unter- nehmen an einen Nachfolger zu übergeben. Für 100.000 von ihnen wird die Zeit knapp, da der Nachfolger entweder noch nicht gefunden wurde – oder der Inhaber noch gar nicht mit der Suche begonnen hat. Die Bedeutung dieser Unternehmen ist beachtlich, hängen doch die Arbeitsplätze von rund zwei Millionen Erwerbs- tätigen und etwa 89.000 Auszubildenden vom Gelingen der Nachfolge ab. Die ganze Breite des bevorstehenden Generationenwechsels wird o¨ensichtlich, wenn man ein paar Jahre weiter in die Zukun¥ blickt: Bis 2022 wollen noch einmal 275.000 Seniorchefs ihren Be- trieb übergeben. Bevorzugt wird quer durch alle Branchen- und Größenklassen die Übergabe innerhalb der Familie (54 %). Einen externen Käufer können sich 42 Prozent vorstellen, ein Mitar- beiter oder bisheriger Miteigentümer wird deutlich seltener als Nachfolger in Betracht gezogen (25 % beziehungsweise 27 %). Nicht jeder Unternehmenslenker mit konkreten Rückzugsge- danken hat indes vor, seinen Betrieb überhaupt fortführen zu lassen, sondern will ihn stilllegen. Aktuell planen die Inhaber von 331.000 noch aktiven Mittelständlern binnen fünf Jahren die Ge- schä¥saufgabe. Bei diesen Firmen sind 1,63 Millionen Menschen beschä¥igt. Bei der Frage „Nachfolge oder Stilllegung“ zeigt sich eine klare Größenabhängigkeit. Für größere Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern scheint eine Geschä¥saufgabe kaum eine Option zu sein, nur fünf Prozent ziehen dies in Betracht. Bei den Kleinstbetrieben mit weniger als fünf Beschä¥igten liegt der Wert um das Achtfache höher bei 41 Prozent. Die drängende Frage nach einem Nachfolger birgt noch eine wei- tere Problematik in sich. Ein zeitnah anstehender Generationen- wechsel in der Inhaberscha¥, gepaart mit einem hohen Alter des Unternehmers, beein±usst erheblich die Investitionsbereitscha¥. Ist die Nachfolge unklar, dann bleiben vermehrt Investitionen aus. Umgekehrt stärkt eine geklärte Nachfolge die Investitionsbe- reitscha¥ auch bei hohem Inhaberalter. Am stärksten ausgeprägt ist die Wirkung bei kurzfristig anstehenden Nachfolgen binnen zwei Jahren: Wenn die Nachfolge gesichert ist, dann löst dies ein durchschnittliches Investitionsplus von 40 Prozent im Unterneh- men aus. Dabei sind die Bedingungen am Kapitalmarkt unverändert güns- tig. Auf der Kreditangebotsseite sind die Bedingungen weiter- hin sehr gut. Trotz der vorsichtigen Zinswende am Kapitalmarkt halten sich die Kreditkosten der Unternehmen insgesamt auf rekordniedrigen Niveaus. Gleichzeitig werden die Banken an- gesichts eines hohen Wettbewerbs ihre Konditionen tendenziell weiter lockern. Auf der Nachfrageseite sprechen mehrere Gründe für eine an- haltend hohe Dynamik beim Kreditneugeschä¥: Die Konjunktur ist stark, das ifo-Geschä¥sklima eilt von Rekord zu Rekord. Die Arbeitslosenquote liegt so tief wie noch nie seit der Wiederver- einigung und die Kapazitätsauslastung über ihrem langfristigen Durchschnitt. Noch nie war es so einfach, Chef zu werden Aufgrund des Fehlens eines Nachfolgers will fast jedes zweite Kleinunternehmen schließen Unternehmensnachfolge | Beratung | Finanzierung

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