Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'18 - Südlicher Oberrhein

Wirtschaft im Südwesten 6 | 2018 44 UNTERNEHMEN Vereinigung Badischer Unternehmerverbände Wirtschaft weiter auf hohem Niveau FREIBURG. Wie Rudolf Kastner, Präsident der Vereinigung Badischer Unternehmerverbände (VBU), und Hauptgeschäftsführer Michael Hafner Anfang Mai mitteilten, laufen die Geschäfte der Unternehmen ihrer elf Mitgliedsverbände derzeit sehr gut, gebremst allerdings vor allem vom Fachkräftemangel. Dabei ist die Entwicklung in den einzel- nen Branchen unterschiedlich. Im Bau, inklusive Holz- und Ausbau, ist man in Hochstimmung. Die durchschnittlichen Auftragsbestände liegen bei vier Monaten. Das stärkste Wachstum verzeichnet nach Angaben des Statistischen Landesamtes der Tiefbau, aber auch der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau laufen gut. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent in der Branche. Während der ersten drei Monate verzeichnete man ein Plus von 29 Prozent, im Stra- ßenbau von 15 Prozent. In Baden-Württemberg bräuchte man 2.000 Bauingenieure pro Jahr, bekommt aber nur 1.000. Im südbadischen Gastgewerbe verzeichnete man während der ersten Monate eine Zunahme der Übernachtungszahlen um 6,6 Prozent. In der Gastro- nomie gab es ein Umsatzwachstum von 3,4 Prozent im vergangenen Jahr. Die Beschäftigten haben in dieser Branche insgesamt um sieben Prozent zugenommen. Der südbadische Handel (wir berichteten) hat vor allem aufgrund des rückläufigen Schweiz-Effektes nur eine moderate Umsatzsteigerung von 1,8 Prozent (Bund 4,2 Prozent, Land 2,3 Prozent) erreichen kön- nen. Relativ schwach liefen die Geschäfte im Mode- und im Möbelhan- del, erfreulich hingegen bei Sport (mit Fahrrädern) und Lebensmitteln. Hohe Wachstumsraten erzielte mit zehn Prozent der Onlinehandel. Die Betriebe in der badischen Landwirtschaft haben 2017 ihre Preis- krise im Veredelungssektor (Schweine, Geflügel und Milcherzeugung) überwunden. Am Milchmarkt ist der Preisaufschwung indessen mitt- lerweile abgeklungen. Im Ackerbau sind die Betriebsergebnisse seit einigen Jahren konstant auf Talfahrt, verantwortlich dafür sind die ungünstige Witterung und schlechte Erzeugerpreise. Bei den Son- derkulturbetrieben sind die Auswirkungen der Frostnächte im April vergangenen Jahres noch nicht verrechnet. Die südbadischen Betriebe haben dem Land 120 Millionen Euro an Frostschäden gemeldet. Die Spirituosenhersteller konnten ihren Absatz dank Likören, Gin und Whisky um 0,8 Prozent steigern. Die Textilindustrie legte um 8,1 Prozent zu Anfang des Jahres 2018 zu, während die Bekleidungsindustrie ein Minus von 4 Prozent verzeich- nete. Die Textilindustrie beschäftigte 4,4 Prozent mehr Mitarbeiter. Im Verkehrsgewerbe war die Lage ausgeglichen, allerdings haben 60 Prozent der Betriebe mit gestiegenen Gesamtkosten (Fahrzeug-, Personal- und Treibstoffkosten) zu kämpfen. upl Zahoransky expandiert kräftig Mehr Aufträge, mehr Umsatz TODTNAU. Die Zahoransky-Gruppe, Hersteller von Spritzgieß- werkzeugen, Bürstenmaschinen und Verpackungstechnik, ver- zeichnete im vergangenen Jahr einen Auftragseingang von 123 Millionen Euro, das waren 34 Prozent mehr als im Jahr 2016. Der Umsatz hat sich auf 93 Millionen Euro belaufen, im Vergleich zu 80 Millionen Euro im Jahr 2016. Sowohl die Zahoransky Automation & Molds GmbH, als auch das Maschinengeschäft für Bürsten und Besen, Zahnhygiene und Verpackungen hat im Auftragseingang deutlich zulegen können, wobei die Verkaufszahlen für Maschinen mit einer Steigerungsrate von 50 Prozent prozentual am stärksten gewachsen sind. Dies ist laut einer Pressemeldung des Unterneh- mens das Ergebnis einer kontinuierlichen Expansion in insgesamt sechs Produkti- onsstätten und des konsequen- ten Ausbaus der Vertriebs- und Ser vicenieder- lassungen welt- weit. Zahoransky ist mit über 780 Mitarbeitern, da- von zehn Prozent Auszubildende, an zehn Standor- ten in Deutsch- land, Spanien, Japan, China, Indien, Bra- silien und den USA präsent. Neben Spritzgießwerkzeugen für wirtschaftliche Einstiegslösungen bis hin zu komplexen Mehr- komponentenwerkzeugen umfasst das Lieferprogramm ein breites Angebot an Bürstenmaschinen. Sie dienen der Herstellung von Zahnbürsten, kleinen Interdentalbürsten, Kosmetikbürsten und unterschiedlichen Haushaltsbürsten aber auch von Walzenbürsten und anderen technischen Bürsten für die Industrie. Ergänzend bietet Zahoransky die Integration der Verpackungstechnik an, einschließlich der im Hause produzierten Blisterverpackungsan- lagen, Handlingsysteme und Robotik. Vollautomatisierte system- übergreifende Produktions- und Montageanlagen gehören zum Kerngeschäft von Zahoransky. orn Eine Produktionsanlage von Zahoransky für Zahnbürsten.

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