Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'18 - Südlicher Oberrhein
6 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 43 PSD Bank RheinNeckar Saar in Südbaden Auf Vorjahresniveau FREIBURG. Die Geschäftsstelle Freiburg der PSD Bank RheinNe- ckar Saar hat Bilanz für 2017 gezogen: Der Bestand der Kundenkre- dite erreichte zum Jahresende einen Wert von knapp 300 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil der Region Freiburg an der Ge- samtbank von rund 22 Prozent und einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 1,3 Prozent (2016: 296 Millionen). Bei den Kundenein- lagen (Bestand) erreichte die auf private Baufinanzierung speziali- sierte Genossenschaftsbank ein Volumen von rund 254 Millionen Euro. Das sind zwei Millionen Euro weniger als 2016 und entspricht einem Anteil von rund 16 Prozent an der Gesamtbank. Von der Ge- schäftsstelle in Freiburg aus betreuen 21 Mitarbeiter rund 18.000 Kunden in der Region Freiburg. Die PSD Bank RheinNeckar Saar wurde 2002 gegründet, hat ihren Hauptsitz in Stuttgart und eine weitere Geschäftsstelle in Saarbrücken sowie 109.000 Privatkun- den zwischen Bodensee und Luxemburger Grenze. Das betreute Kundenvolumen der Gesamtbank stieg vergangenes Jahr um 1,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, die Bilanzsumme erreichte einen Wert von 1,9 Milliarden Euro. mae Sick erreichte 2017 wieder Rekordwerte Viel Geld für Forschung und Entwicklung WALDKIRCH. Lückenlose Gepäckverfolgung beim Fliegen, Sicherheit für fahrerlose Transportsysteme oder das Zählen von Pinguinen in der Antarktis – das sind drei ganz verschiedene Beispiele, die sich mit Sensoren und Sensorsystemen sowie der zugehöri- gen Software von Sick bewältigen lassen. Sick ist ein weltweit führender Hersteller solcher Produkte für die Fabrik-, die Logistik- sowie die Prozessautomati- on. Die anhaltend hohe Nachfrage nach intelligenten Sensorlösungen, die für eine erhöhte Produktivität in entsprechenden Abläufen sorgt, war auch im vergan- genen Jahr weltweit spürbar. Das führte Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, bei der Ver- anstaltung „Sick im Dialog“, die dieses Mal in Reute bei Freiburg stattfand, aus. Der Umsatz des Unternehmens stieg im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 1,512 Milliarden Euro, der Auftragseingang um 10,3 Prozent auf 1,543 Milliarden Euro. Dabei haben sich vor allem die Fabrik- und Logistikautomation stark entwickelt, die Prozessautomation blieb hingegen etwas hinter den Erwartungen zurück, weil sich Kunden aus der Öl- und Gasindustrie mit Investitionen zurückhielten. Der Exportanteil am Umsatz liegt indirekt bei annä- hernd 90 Prozent, so teilte Bauer mit. Vor allem Asien hat sich als Wachstumsregion schlechthin erwiesen. Während der Umsatz in vielen anderen Regionen um knapp neun Prozent zunahm, stieg er dort mit fast 18 Prozent nahezu doppelt stark. Besonders in China hat sich das Geschäftsvolumen signifikant erhöht. Dazu trugen vor allem die Elektronik- und Solarindustrie sowie die Automobilbranche bei. Wie Bauer berichtete, waren die Aktivitäten für For- schung und Entwicklung auf die Digitalisierung und In- dustrie 4.0 ausgerichtet. Dies galt und gilt sowohl für das Kerngeschäft im Bereich Industrieautomation, als auch für die Rolle als wichtiger Datenlieferant in der intelligenten Fabrik. Die F+E-Aufwendungen wurden wei- ter intensiviert und lagen mit 169,4 Millionen Euro um 18,1 Prozent über dem Vorjahr. 1.114 Mitarbeiter (10,7 Prozent mehr als im Vorjahr) waren in der Forschung und Entwicklung tätig. Die Neueinstellungen wurden vor allem an den deutschen Standorten vorgenommen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung von Senso- rik-Komplettpaketen zur Navigation und Absicherung von fahrerlosen Transportsystemen. Weltweit beschäftigte Sick Ende vergangenen Jahres 8.809 Mitarbeiter im Kon- zern (plus 9,5 Prozent), davon 5.224 in Deutschland (plus 10,2 Prozent). Die Investitionen in Sachanlagen und in materielle Ver- mögensgegenstände beliefen sich auf 95,3 Millionen Euro (plus 15,1 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bewegte sich mit 148,8 Millionen Euro etwas über dem Vorjahresniveau. Nach Abzug der Steu- erbelastung ergab sich ein Konzernergebnis von 104,3 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote bewegte sich mit 54,8 Prozent ebenfalls auf Vorjahresniveau. Für das laufende Jahr strebt Sick laut dem Vorstands- vorsitzenden Bauer erneut Bestwerte an. Er rechnet mit einem Umsatzplus im einstelligen Prozentbereich. Man werde auch die F+E-Aufwendungen weiter steigern. Dabei sind Start-up-Initiativen im Konzernverbund ein Weg, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und Industrie 4.0 zu erschließen. orn Bei der Veranstaltung „Sick im Dialog“ eröffnete das Unternehmen in Reute ein neues Werk für die Elektronikkartenfertigung. In der Produktionsstätte sind 250 Mitarbeiter beschäftigt, die pro Jahr 480 Millionen bestückte Bauteile herstellen. Die Fa- brik hat Investitionen von elf Millionen Euro erfordert und hat eine Grundfläche von 5.100 Quadratmetern.
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