Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'18 - Südlicher Oberrhein
6 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 41 Weberhaus profitiert weiterhin von Fertighausboom 745 Objekte gebaut und Umsatz gesteigert RHEINAU-LINX. Die Fertighausbranche boomt – und auch Weberhaus wächst weiter: 745 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Objekt- und Gewerbe- bauten hat der Fertighaushersteller mit Hauptsitz in Rheinau-Linx vergangenes Jahr gebaut. Das sind zwar fünf weniger als im Jahr 2016, der Umsatz stieg aber um rund vier Prozent auf 250 Millionen Euro. Im Vor- jahr hatte es ein Plus von sieben Prozent gegeben. „Die Auftragslage ist nach wie vor gut“, sagt Heidi Weber-Mühleck, geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens, die für das Jahr 2018 mit einer weiteren Umsatzsteigerung rechnet. Die Gründe: Im Bereich Objektbau würden sich immer mehr Privatinvestoren, Bauträger und Unternehmen für die Bauweise von Weberhaus entscheiden. Kri- terien seien neben Nachhaltigkeit und Energieeffizi- enz eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit, heißt es vom Unternehmen. Größter Markt von We- berhaus ist Deutschland. Der Exportanteil lag ver- gangenes Jahr bei circa 15 Prozent. Sie entfallen auf die Schweiz, Luxemburg, Großbritannien sowie auf grenznahe Gebiete in Frankreich. 1.144 Mitarbeiter sind zurzeit bei Weberhaus in den Werken Rheinau-Linx (aktuell: 904 Mitarbeiter) und im nordrhein-westfälischen Wenden-Hünsborn (240) beschäftigt. Weiteres qualifiziertes Fachpersonal, spe- ziell für die Montage, sucht das Unternehmen laut Pressemitteilung zurzeit. 72 junge Menschen machten 2017 eine Ausbildung bei Weberhaus – vor allem in den Berufen Zimmerer, Maler, Bauzeichner und Anlagen- mechaniker. Rund sechs Millionen Euro investierte das Unternehmen vergangenes Jahr in die Fertigungsan- lagen in Wenden-Hünsborn, in IT-Systeme und in die Renovierung von Ausstellungshäusern. mae Ein neues Musterhaus von Weberhaus - zu sehen auf dem Ausstellungsgelände des nordrhein-westfäli- schen Standortes Wenden- Hünsborn. Schweizer Electronic wächst am Hauptsitz Schramberg Rekorde bei Produktion und Aufträgen SCHRAMBERG. Die Schweizer Electronic AG hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem Rekordumsatz abge- schlossen. Er betrug 120,9 Millionen Euro (2016: 116,1 Millionen Euro). Das ist ein Wachstum von 4,2 Prozent, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Schramberg mitteilte. Als Grund wurde ein Rekord- Produktionsvolumen von 109,6 Millionen Euro am Standort Schramberg genannt. Mit einem Wert von 181,5 Millionen (plus 23,1 Millionen) erreichte auch der Auftragsbestand ein Rekordniveau. Schweizer produziert hochwertige Leiterplatten so- wie innovative Lösungen und Dienstleistungen für die Automobil-, Solar-, Industrie- und Luftfahrtelektronik. Zum Jahresende beschäftigte das 1849 gegründete Unternehmen 797 Mitarbeiter. Die Automobilindus- trie war mit einem Anteil von knapp 70 Prozent wie zuvor die größte Kundengruppe, gefolgt von Indus- trieelektronik (knapp ein Viertel) sowie Consumer, Communications und Computing. 2017 ist der Jahresüberschuss von 0,6 auf 3,5 Milli- onen Euro gestiegen. Zurückgegangen sind dagegen EBIT und EBITDA: Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 8,4 Millionen Euro (2016: 9,5 Millionen Euro), was einer EBITDA Quote von 7,0 Prozent (2016: 8,2 Prozent) entspricht. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 1,8 auf 0,3 Millionen Euro zurück. Dies entspricht einer Quote von 0,3 Prozent (2016: 1,6 Prozent). Dass Schweizer Wachstumsre- korde und Rückgänge zugleich vermeldet, liegt laut Pressemitteilung an verschiedenen Sondereffekten im abgelaufenen Geschäftsjahr. EBITDA und EBIT seien durch eine Rückstellung für Prozessrisiken in Höhe von 2,5 Millionen Euro sowie durch Aufwen- dungen von 0,5 Millionen Euro für die Vorbereitung des Aufbaus eines neuen Produktionswerks in China belastet worden. Positiv hätten sich dagegen die Veräußerungserlöse von Aktien von Meiko Electro- nics ausgewirkt. Die beiden Unternehmen hatten miteinander vereinbart, ihre gegenseitigen Beteili- gungen zu reduzieren. Das Eigenkapital von Schweizer erhöhte sich 2017 leicht auf 62,3 Millionen Euro, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 54,9 Prozent. Wegen der guten konjunkturellen Rahmenbedingungen rechnet Finanz- vorstand Marc Bunz für dieses Jahr mit einem Wachs- tum zwischen sechs und acht Prozent und damit der größten Steigerung seit vier Jahren. sum
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