Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'18 - Südlicher Oberrhein
Wirtschaft im Südwesten 6 | 2018 40 UNTERNEHMEN KURZ NOTIERT Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) hat ihren ersten reinen Elektrobus in Be- trieb genommen (auf dem Bild Stephan Wisser und Johannes Müller, SWEG, mit Günter Maier, Solaris) – laut SWEG-Pressemitteilung als eines der ersten großenVerkehrsunternehmen im Land. Der „Solaris Urbino 12 electric“ pendelt zunächst kostenlos zwischen dem Lahrer Bahnhof und dem Haupteingang der Landesgartenschau. Spä- ter soll der zwölf Meter lange Bus, der bis zu 70 Passagiere fasst, im Stadtverkehr Lahr eingesetzt werden. Seine Reichweite beträgt laut Hersteller 150 Kilometer unter Optimalbedingungen. Auf- geladen wird er an der neu errichteten 80-Kilo- watt-Ladestation auf dem SWEG-Betriebshof in Lahr – und zwar ausschließlich mit Ökostrom. 600.000 Euro hat der Elektrobus gekostet, rund ein Viertel davon decken Fördergelder. Der Logistikdienstleister Kühne+Nagel mit Sitz in Hamburg hat in Bad Krozingen Anfang März eine Niederlassung eröffnet. Sechs Mitarbeiter sind hier inzwischen beschäftigt. Laut Vertriebs- leiter Maik Refflinghaus soll so die Präsenz in der Region erhöht werden.Vergangenes Jahr hat das Unternehmen, das in Deutschland an 130 Standorten rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt, bereits eine Logistikanlage am Baden-Airpark Ba- den-Baden/Karlsruhe in Betrieb genommen. Die Schwerpunkte des Standortes in Bad Krozingen sind Luft- und Seefracht sowie Kontraktlogistik. Außerdem verweist Refflinghaus auf das umfas- sende IT-Angebot für die Kunden. Die Volksbank Bühl hat im vergangenen Jahr mit 254 Mitarbeitern eine gegenüber demVorjahr um knapp sieben Prozent höhere Bilanzsumme von 1,11 Milliarden Euro erreicht. Die bilanziellen Kundenkredite lagen bei 603 Millionen Euro, die bilanziellen Kundeneinlagen bei 897 Millionen Euro. Bei einem Zinsüberschuss von 19 Millio- nen Euro und einem Provisionsergebnis von 10,4 Millionen Euro sowie einemVerwaltungsaufwand von 21,7 Millionen Euro entstand ein operatives Ergebnis von 6,2 Millionen Euro. Die Eigenkapi- talkennziffer erreichte 24,8 Prozent. Sparkasse Schwarzwald-Baar mit Doppelstrategie Solides Ergebnis 2017 VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Wie der Vorstandsvorsitzen- de Arendt Gruben und sein Stellvertreter Wolfgang Wurbs Ende April mitteilten, kann die Sparkasse Schwarzwald-Baar dank ihrer Doppelstrategie, nämlich sowohl auf die umfassende Beratung vor Ort als auch auf digitale Angebote zu setzen, auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurückblicken. Die Bilanzsumme wuchs um 3,3 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Neben einem Jahresüberschuss von 4,1 Millionen Euro konnte die Eigenkapitalquote auf 14,4 Prozent erhöht werden. Das Kreditgeschäft verlief rege, der Kreditbestand stieg um 5,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Nettozuwachs bei den gewerblichen Kunden lag bei 38 Millionen Euro, die Kredite für Baufinanzierungen stiegen um 60 Millionen Euro. Zwar konnte die starke Nachfrage nach gebrauchten Häusern und Eigentums- wohnungen bei weitem nicht befriedigt werden – sie überstieg das vorhandene Angebot um ein Vielfaches –, immerhin aber gelang es den Immobilienvermittlern der Sparkasse, über 160 Kunden den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Das Wertpapiergeschäft boomte, der Absatz stieg um 49 Millionen Euro, das war gegenüber dem schon guten Geschäft 2016 ein Plus von 33 Prozent. Auch das Versicherungs- und das Bauspargeschäft liefen gut, sodass die Sparkasse ihren Provisionsüberschuss um 14,3 Prozent auf 25,3 Millionen Euro steigern konnte. Auch der Zinsüberschuss stieg im Unterschied zu vielen anderen Sparkassen wegen des anhaltend guten Kreditgeschäftes kräftig und zwar um 7,3 Prozent auf 73,4 Millionen Euro. Gleichzeitig hat die Sparkasse ihren Sachaufwand reduzieren und die Personalkosten stabil auf Vorjahresniveau halten können. Insgesamt sind 621 Mitarbeiter beschäftigt, 30 weniger als im Vorjahr. 57 junge Leute sind in Aus- bildung. An einer großen Anzahl unterschiedlicher Maßnahmen gemeinnütziger Vereine sowie christlicher, kultureller und sozialer Einrichtungen hat sich die Sparkasse mit insgesamt einer Million Euro beteiligt. Ein Erfolg war erneut der Vereinswettbewerb, den die Sparkasse zum fünften Mal ausschrieb. 40 Vereine erhielten ein Preisgeld von insgesamt 105.000 Euro. Ein großes Ereignis für die Sparkasse war die Eröffnung der Filiale Vöhrenbacher Straße, die Gruben als einen richtigen Schritt bezeichnete, weiter ins Filialnetz zu investieren. orn Badenova Neubau für 16 Millionen FREIBURG. Der Energiedienstleister Badenova baut auf seinem Betriebsgelände in Freiburg seit Mai ein neues Verwaltungsgebäu- de. Rund 16 Millionen Euro inklusive Baunebenkosten sind dafür veranschlagt. Der Erweiterungsbau wird eine Nutzfläche von 4.500 Quadratmetern sowie sechs Stockwerke haben und mit einem ver- glasten Bereich mit dem 2014 erstellten Neubau verbunden sein. Für rund 300 Büroarbeitsplätze sowie Sozialräume wie Duschen und Umkleiden für rund 250 Mitarbeiter wird darin Platz sein. Vor allem Mitarbeiter der Badenova-Tochter „bnNETZE“ werden darin unterge- bracht. Der Neubau soll Ende 2019 fertig sein und ein bestehendes Gebäude aus den 1960er Jahren ersetzen, dass dann abgerissen wird. Das Unternehmen wies zudem auf das Energiekonzept hin, das den höchsten Effizienzansprüchen genüge. sum
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