Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'18 - Südlicher Oberrhein

6 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 39 Edelobstbrennerei Franz Fies: Neubau verbessert die Abläufe Großzügig und transparent OBERKIRCH-HASLACH. Neues Gebäude und neue Geschäftsführer – bei der Franz Fies GmbH gibt es einige Veränderungen: Im April hat die Edelobstbren- nerei ihr neues Firmengebäude im Oberkircher Ortsteil Haslach eingeweiht. Und Heinz-Peter Fies, der das Familienunternehmen in zweiter Generation führt, hat die Nachfolge eingeleitet. Seine Tochter Anne-Katrin Hormann und Joachim Neymeyer unterstützen den 64-Jährigen nun in der Geschäftsleitung. Neymeyer hat zuvor in der Geschäftsleitung von Schladerer und bei dem Schweizer Feinkost- und Getränkespezialisten Haecky in Reinach gearbeitet. Der Fies-Neubau misst 4.500 Quadratmeter. Auf zwei Geschossen beherbergt er einen Teil der Produkti- on sowie die komplette Abfüllung, das ganze Lager samt Logistik und die Verwaltung. Das Gebäude wirkt großzügig und transparent. Holzlamellen beschatten die Glasfassade, an der Rückseite können Lkw an vier Rampen direkt beladen werden. Der Neubau wird mit Fernwärme der Brennerei und mit Holzpellets beheizt. Die Brennerei wächst, und am etwa vier Kilometer entfernten Stammsitz in Oberkirch-Ringelbach war keine Erweiterung möglich. Um die innerbetrieblichen Abläufe zu verbessern, entschied man sich deshalb für den Bau in Haslach, wo Fies bereits seit 1996 eine zweite Brennerei, ein Maische- und Tanklager hatte. Die Brennerei in Ringelbach bleibt erhalten. Das alte Firmengebäude soll nun umgebaut werden, um sich mehr der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Brennerei Fies wurde 1948 gegründet und feiert dieses Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Sie produziert mit knapp 40 Mitarbeitern Edelobstbrände, Liköre, Gin und neuerdings den Aperitif „Fisini“. Zudem zählen Dienstleis- tungen wie Abfüllen zum Angebot. Die Kunden kommen aus ganz Deutschland, ein kleiner Teil der Produktion geht in den Export. Umsatz- oder Absatzzahlen veröf- fentlicht die Brennerei nicht, zählt sich aber zu den drei größten badischen Obstverschlussverbrennern. kat Verwaltung, Abfüllung, Lager, Logistik und ein Teil der Produktion hat die Brennerei Fies in ihrem Neubau in Oberkirch- Haslach untergebracht. Sto erhöht Umsatz und Ergebnis Marktposition gefestigt STÜHLINGEN. Die Sto SE & Co. KGaA, international bedeutender Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen – vor allem von Wärmedämm- Verbundsystemen, aber auch von Fassadenelementen, Putzen und Farben – hat im vergangenen Jahr sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis erhöhen können. Der Umsatz wuchs konzernweit um 3,8 Prozent auf 1,277 Mil- liarden Euro. 563 Millionen Euro kamen dabei aus dem Inland und 715 Millionen Euro aus Auslandsgeschäften. Basis für die positive Entwicklung waren die günstigen Wetterverhältnisse in wichtigen Märkten, die eine nahe- zu durchgängige Verarbeitung im Außenbereich ermög- lichten. Erfreulich hat sich laut einer Pressemeldung das Kerngeschäft Fassadensysteme entwickelt, obwohl die während der vergangenen Jahre kontroverse Diskussion über den Einsatz von Wärmedämm-Verbundsystemen weiter anhielt. Das Konzern-Ebit stieg um 19,5 Prozent auf 84 Millionen Euro. Die Finanz- und Vermögenslage im Konzern, der zum Jahresende 5.308 Mitarbeiter beschäf- tigte (circa 50 mehr als zum Jahresende 2016) stellte sich ebenfalls verbessert dar. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 60,1 Prozent (Vorjahr 59,5 Prozent). Der Haupt- versammlung der Sto SE & Co. KGaA Mitte Juni wird der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin Sto Management SE vorschlagen, eine unveränderte Basisdividende von 0,31 Euro je Kommanditvorzugs- und 0,25 Euro je Kommanditstammaktie sowie einen erhöhten Sonderbonus von 3,78 Euro (Vorjahr 3 Euro) je Aktie auszuzahlen. Für das laufende Jahr erwartet Sto einen Zuwachs des Konzernumsatzes von 4,4 Prozent, das operative Konzernergebnis Ebit werde aus heutiger Sicht 80 bis 90 Millionen Euro erreichen. orn

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