Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'18 - Schwarzwald-Baar-Heuberg

6 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 29 RECHTSANWÄLTE & STEUERBERATER aus der Region empfehlen sich NACHGEFRAGT bei Martina Furtwängler, Ge- schäftsbereichsleiterin Bil- dung und Qualifizierung bei der IHK Schwarzwald-Baar- Heuberg Frau Furtwängler, wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Projekt VerA? Unsere Erfahrungen sind sehr positiv. In den vergangenen Jahren sind mehr als 170 Begleitungen erfolgt. Die Er- folgsquote, also der Abschluss einer Ausbildung, liegt bei mehr als 80 Prozent. Wie sieht denn ein typischer Hilfebedarf aus? Das ist ganz unterschiedlich, es werden junge Menschen, die gleich nach der Schule eine Ausbildung begonnen haben, ebenso begleitet wie Umschüler oder ungelernte Aushilfskräfte, die im fortgeschrittenen Alter sich den Anforderungen einer Ausbildung stellen. Das führt zu ganz individuellen Problemstellungen. Häufig führen Stress in der Schule und Prüfungsangst, Differenzen im Betrieb, etwa Unstimmigkeiten mit Ausbildern, zu Anfragen. Aber auch Sprachdefizite oder schwierige Verhältnisse im per- sönlichen Umfeld können Auslöser für eine Begleitung darstellen. Gibt es Anträge und den üblichen Papierkram? Die Niederschwelligkeit ist für das Angebot elementar. Interessierte Auszubildende können sich melden und dar- legen, wo Probleme liegen. Aber auch Betriebe, Ausbilder oder Lehrer können den Prozess anstoßen. Dann suchen wir einen Experten. Bei einem gemeinsamen Termin wird besprochen, ob das Tandem passt und wie die Zusammen- arbeit aussehen soll. In regelmäßigen Treffen werden die Probleme angegangen. Die Ausbildungsbegleitung ist auf Wunsch vertraulich. Interview: Stefan Preuß Bild: Lothar Kraus Bild: Christian Beck Die SES-Ausbildungsbegleiter unterstützen bei drohenden Ausbildungsabbrüchen: Peter Rau, SES-Regionalbeauftragter Region Südbaden, Alfred Greis, Regionalkoordinator Kons- tanz-Hochrhein, und Rolf Wiesendanner, Regionalkoordinator Schwarzwald-Baar-Heuberg.

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